Warum an Traditionen rütteln? Berlin und Dresden – diese Kombination hat im vergangen Jahr gut geklappt. Ich bin zwar erst acht Wochen im Training, aber dennoch bin ich seit dem Trainingslager in Oberhof immer mehr ins Rollen gekommen. Nicht zuletzt bestätigte die Leistungsdiagnostik in Leipzig einen aktuell guten Trainingszustand. Na gut, trainieren können viele, aber das Training im Wettkampf abzurufen ist immer noch mal eine andere Hürde.

Mit dem Ziel einer neuen persönlichen Bestleistung ging es für mich nach Sachsen. Mein Hinderniskollege Nic Ihlow aus Leipzig hatte dieses Jahr zwei Tempomacher dabei. Daher waren die ersten 10km in 31:00min geplant. Allein laufen oder mitgehen fragte ich mich? Ich entschied mich, erstmal mitzulaufen um zu sehen, wie ich mit dem Tempo zurechtkomme. Letztlich hatte ich den Halbmarathon nicht spezifisch vorbereitet und daher als Ausgangspunkt nur eine Leistungsdiagnostik und die Great 10k in Berlin.

Die ersten Kilometer waren leider sehr unrythmisch und so ließ ich die Spitzengruppe bei Kilometer 6 ziehen. Ab da war ich auf mich gestellt und fand immer mehr ins Rennen. Bei Kilometer 10 hatte ich eine Durchgangszeit von 31:02min und leider bereits gute 100m Rückstand auf die Führungsgruppe. Doch so schlecht fühlte sich das gar nicht an. Von vorn sah ich Nic langsam näher kommen. Sukzessive forcierte ich das Tempo und konnte mich nach der 16km-Marke auf Platz 3 vorschieben. Auf den letzten beiden Kilometern musste ich gegen meinen Kopf ankämpfen, um das Tempo hoch zu halten. Nach 65:17min kam ich als bester Europäer auf Platz 3 ins Ziel. Ich konnte es selbst kaum glauben, denn mit der Zielzeit hatte ich vorher nicht gerechnet. Sehr zufrieden geht es daher jetzt eine Erholungswoche.

PS: Wie immer hatte ich meine Laufuhr am Handgelenk und konnte das Rennen auf Strava hochgeladen. Schaut vorbei…

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