U23 EM Tallinn

Letzte Woche war es endlich soweit. Das vor einem Jahr gesteckte Ziel rückte näher, die U23 Europameisterschaft in Tallinn/Estland. Zusammen mit 65 weiteren Athleten des Deutschen Leichtathletik Verbandes flog ich in die Hafenstadt an der Ostsee. Das Wetter vor Ort: 12-14 Grad mit Regenschauern. In den Regenpausen absolvierte ich in den ersten Tagen mein Training. „U23 EM Tallinn“ weiterlesen

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Der Weg zur Norm

IMG_4147 KopieDer Trainingsprozess lief in der Vorbereitung auf die ersten sportlichen Höhepunkte gut. Spezifische Einheiten über Hürden standen im Vordergrund (400m/800m). Ebenso habe ich Wochenumfänge mit 90km gemacht, was für mich in dieser Trainingsphase ungewohnt war. Vor zwei Wochen startete ich bei der Bahneröffnung in meinem Heimatstadion über 800m. Mit einem Tempomacher für die ersten 400m lief ich bei mittelmäßigen Bedingungen 1:55,14min. Meine erste Unterdistanz seit langem. Ein guter kleiner Einstieg vor heimischer Kulisse. Jetzt konnte es langsam auch losgehen!

IMG_4084Wie ihr vielleicht schon mit verfolgt habt, ging es für mich am vergangenen Wochenende nach Oordegem/Belgien um so richtig in die Freiluftsaison einzusteigen. Dort fand ein internationales Meeting statt, was gute und schnelle Läufe versprach. Für mich ging es darum, die Norm für die U23 EM in Tallinn/EST zu laufen bzw. so nah wie möglich ran zu kommen. Das Ticket über 3000m Hindernis konnte mit 8:46,00min gelöst werden. Keine leichte Aufgabe im ersten Rennen der Saison. Hinzukommt, dass meine PB aus dem Jahr 2013 bei 8:55,64min lag. Ich finde, dass es gerade im Hindernisbereich mehr als ein Rennen braucht um die Strecke zu beherrschen. „But think positiv“ wie der Brite sagt. Die Bedingungen waren gut. Pünktlich zum Start um 21.30Uhr ließ der Wind nach. Mit 2:55min auf dem ersten Kilometer war ich genau auf Kurs. Der zweite Kilometer, eigentlich der härteste lief ebenfalls gut. Nach 5:48min ging es auf die letzten 1000m. Hier merkte ich, dass das Stehvermögen noch etwas fehlte. Nach 8:45,30min kam ich als 6. ins Ziel. EM-NORM! So hatte sich der Ausflug nach Belgien gelohnt.

Diese Woche lege ich die Beine hoch und mache ein paar ruhige Läufe. Schon am Freitag geht die Reise für mich nach Dessau. Beim German Meeting will ich noch mal über 3000m Hindernis an den Start.

Cross EM Belgrad

Am vergangenen Freitag ging es dann endlich los nach Belgrad. Mein dritter internationaler Start für die Nationalmannschaft stand auf dem Programm. Dieses Jahr verlief die Anreise, im Vergleich zum letzten Jahr, ohne Komplikationen. So hatte ich noch eineinhalb Tage zur Wettkampfeinstimmung und -vorbereitung vor mir. Am Samstag morgen waren wir beim Training auf der EM-Strecke. Höhenmeter, Hügel, Anstiege? – Fehlanzeige. Die Strecke hatte ein bescheidendes Höhenprofil. Somit stand für mich und die U20 Mannschaft fest, dass es ein schnelles Rennen geben wird unter den 115 Teilnehmern.

Als Bestandteil eines starken Teams hatte ich persönlichen und wir als Mannschaft unsere Ziele definiert. So starten wir am Sonntag mutig ins Rennen. Die ersten 200m ahmten mehr einem Speedcross nach als einen 6km-Crosslauf. Jedoch konnte ich mich unter den ersten 40 positionieren und gut mitlaufen. Das hohe Tempo zog des Feld nach 2km entsprechend auseinander. Durch eine gute Schlussrunde in der ich noch ein paar Plätze gutmachen konnte, kam ich als 33. ins Ziel. Leider war in diesem Tag nicht mehr drin. Ich hatte mir ein höheres Ziel gesetzt. Jedoch kann ich als erster Deutscher im Feld relativ zufrieden sein. In der Mannschaft hat es leider nicht für mehr als Platz 8 gereicht, obwohl wir im Vergleich zum letzten Jahr eine bessere Punktzahl hatten. Die Podestplätze gingen an Frankreich, Russland und Italien. (Video zum Lauf hier)

So endet der letzte Jugendeinsatz für die Nationalmannschaft mit gemischten Gefühlen. Ab Januar bin ich dann eine Altersklasse höher. Die letzten verbleibenden Tage des Jahres werde ich jedoch keinesfalls dahinsausen lassen. Nächste Woche heißt es Zwischensport in der Uni. Danach geht es mit neuer Kraft und einem Motivationsschub aus der Crosssaison in die nächste Trainingsphase. Anfang Januar werde ich als Auftakt im Trainingslager in Portugal mit dem B-Kader verbringen! 😀

#Keep running!

Europameisterschaften U20 – Rieti

Gestern bin ich nach 9 Tagen wieder in Deutschland gelandet. Zusammen mit 73 deutschen Athleten verbrachte ich die letzte Woche in Rieti/Italien. Am Montag, den 15.07., kamen wir am späten Nachmittag in unserer Unterkunft an. Es handelte sich um kein Sterne-Hotel, sondern um einfache, schlichte Zimmer, die mit dem Nötigsten eingerichtet waren. Im Erdgeschoss eine Kantine und am Empfang hatte man sogar W-Lan. Nach einem holprigen ersten Tag wurden dann jedoch auch die letzten Mängel behoben. Allerdings störte mich das kaum. Das Essen schmeckte jedenfalls gut und die Stimmung unter den Athleten war top. Ein großer Vorteil war der kurze Weg zum Stadion, den man per Pedes zurücklegen konnte.

Am Mittwoch Abend erfuhr ich dann, dass mein Vorlauf am Freitag aufgrund weniger Starter ausfällt und es Sonntag direkt ins Finale geht. So verbrachte ich die Tage vor dem Wettkampf mit Training, Physiotherapie für kleinere Probleme und Ruhe. Jedoch war ich auch im Stadion, um andere Athleten des deutschen Teams zu unterstützen und das EM-Feeling zu bekommen. Es war im Endeffekt aber ein langes Warten auf meinen zweiten internationalen Einsatz. Sonntag morgen nach dem Aufstehen kam dann auch, um ehrlich zu sein, die Aufregung hinzu.

Wie jeden Tag, fing es auch am Sonntag pünklich nach dem Einlaufen an zu gewittern. Ich versuchte es positiv zu sehen. Nach einem „Wolkenbruch“ ist die Luft ideal zum Laufen. Im Callroom angekommen war ich dann richtig „heiß“ auf das bevorstehende Rennen.

Beim Start konnte ich mich gleich in eine gute Position bringen, um aus dem Läuferpulk vor dem ersten Hindernis herauszukommen. So lief ich den ersten Kilometer im vorderen Drittel mit. An der Spitze setzte sich dann, wie erwartet eine Zweiergruppe ab. Ich blieb in der Verfolgergruppe und hielt mich erst an Position 6-7 auf. Eingangs des letzten Kilometers füllte ich mich noch gut und wusste, dass mehr drin ist. So ging ich in die Offensive, im Windschatten der Plätze drei und vier. Dann läutete es auch schon die letzte Runde ein. Ich an Position vier lief gleich auf mit dem Drittplatzierten und setzte bei 300m zum Konter an. Jedoch konnte der türkische Athlet gegenhalten. Auf der Zielgeraden wurde es dann noch mal spannend um Platz 4. Am Ende hatte ich, dank meines Trainers, die Nase im wahrsten Sinne des Wortes vorn. Er meinte zu mir in der Abschlusseinheit: „Es wird auf der Zielgeraden mit Sicherheit eng. Du musst unbedingt im Ziel den Oberkörper nach vorn werfen!“. Gesagt, getan! Mit dem vierten Platz in 8:55,64min bin ich daher zufrieden. Kurze Zeit habe ich an der Bronzemedaille geschnuppert. Mit neuer persönlicher Bestzeit unter der 9-Minuten-Grenze bin ich echt glücklich.

Sonntagabend fand dann die traditionale Abschlussfeier statt. Ich kann an dieser Stelle nur sagen, dass auch diese ihren Besuch wert wahr :D. Nun bin ich wieder daheim und bereite mich auf die Deutschen Jugendmeisterschaften am Wochenende in Rostock vor!

Hier könnt ihr euch den Lauf noch einmal anschauen.

U20 EM – Vorschau

Die letzten Prüfungen des Semesters sind nun geschafft. Aufgrund der Klausurphase, konnte ich nicht immer die aktuellsten Infos online stellen. Also hier eine kurze Zusammenfassung der letzten Wochen.
Eine Woche nach der Sparkassengala in Regensburg, startete ich bei der U23 DM in Göttingen über 3000m Hindernis. Bis 1000m lief alles planmäßig. Jedoch wurden dann die Beine schwerer und ich bekam Luftprobleme. Aufgrund dieser Gegebenheiten, war eine gute Zeit unmöglich. Auch in der darauffolgenden Woche hatte ich mit der Luft zu „kämpfen“.
Bei den Thüringer Landesmeisterschaften startete ich über 3000m, mit dem Ziel die DM Norm zu erreichen. In 8:52min bin ich knapp unter der geforderten Zeit von 9:55,0min geblieben. So wurde ich Landesmeister über diese Distanz.
Am 6.-7. Juli fanden in Ulm die Deutschen Meister- schaften statt. Mit der 3*1000m Staffel der Startgemeinschaft Erfurt-Worbis ging ich motiviert an den Start. Endlich waren die Luftprobleme am abklingen. Mit einer Gesamtzeit von 7:30min konnten wir den 3.Platz mit unserer Jugendstaffel belegen. Mit dabei waren außer mir Falko Spindler, Robert Blumentritt und Pascal Unbehaun vom Erfurter LAC.
Nun wurde auch eine weitere Info veröffentlicht: die Nominierung für die U20 Europameisterschaften in Rieti/Italien. Und ich wurde über 3000m Hindernis nominiert! Momentan bin ich 6. in der europäischen Bestenliste, was jedoch nix weiter zu sagen hat, das das Mittelfeld eng beieinander ist. Am kommenden Freitag den 19.Juli um 18Uhr ist mein Vorlauf. Ich freue mich riesig für Deutschland an den Start zu gehen.
Am Montag Mittag geht mein Flieger. Ich werde euch selbstverständlich noch ein paar detaillierte Infos nächste Woche zukommen lassen.
PS.: Daumen drücken! 😉

EM-Nominierung

Sparkassen Gala Regensburg

Und da war es auch schon: mein 3000m Hindernisdebüt. Die Sparkassen Gala in Regensburg war jedoch auch der erste Qualifikationslauf für die U20 EM in Rieti. Bei Top Bedingungen am Wettkampftag konnte ich gesund anreisen. Die Wochen davor hatte ich immer noch mit meinem Fuß Probleme. Hinzu kam bei den „glänzenden“ Witterungsbedingungen im Mai eine Erkältung.

Als jüngster Teilnehmer startete ich bei den Männern, was für gute Zeiten nur von Vorteil sein kann :). Mein Ziel war, so nah wie möglich an die EM-Norm von 9:02min „ranzukommen“. Nach den letzten Wochen, mit nicht idealem Training, stand Optimismus auf der Tagesordnung. So absolvierte ich den ersten Kilometer in 2:58min. Das lief auch gut. Der zweite Kilometer wurde jedoch leider etwas langsamer, so passierte ich die 2000m Marke bei 6:04min. Der letzte Kilometer wurde dann nochmal eine Herausforderung. Die Kräfte schwinden, aber trotzdem wird gerade beim Hindernislauf ein hohes Maß an Konzentration von einem abgefordert. Nach einer starken Schlussrunde (67s) stoppte die Uhr bei 9:02,91min. Im Gesamtlauf wurde ich 7.

Was soll man dazu sagen? Pech gehabt oder Boahrr? Ich persönlich bin erstmal froh nach meinem ersten Lauf, auf dieser nicht einfachen Strecke, eine gute Zeit erreicht zu haben. Nach den letzten Wochen habe ich damit nicht unbedingt gerechnet. Auf der anderen Seite ist es natürlich ärgerlich die Norm um neun-zehntel zu verpassen.

Am kommenden Sonntag werde ich bei den U23 DM in Göttingen starten. Ziel wird die EM-Norm sein. So hoffe ich auch gute Bedingungen und einen tollen Lauf!

PS.: Mit meiner momentanen Bestzeit stehe ich auf Platz 3 der europäischen Bestenliste 2013. Jedoch sollte man diese Info keinesfalls überbewerten ;).