Reini’s Challenge

Mein letztes Lebenzeichen ist schon ein paar Wochen her. Keine Sorge, mir geht es gut und nicht nur die Zeit, sondern auch das Training läuft. Die vergangenen Wochen verbrachte ich, mit vielen Laufkilometern, eingebettet in Bibliotheksstille. Nicht desto trotz fand ich die Zeit für eine kleine Challenge. Diese wendet sich an alle Laufbegeisterten in Jena und Umgebung. Für diejenigen unter euch, die gern mal die Workingstöcke zu Hause lassen, definitiv das Richtige, VERSPROCHEN.

Worum geht es?

Ich habe ein 1km langes Segment auf der Plattform Strava erstellt. Unter dem Namen „Reini Challenge“ könnt ihr die Strecke sowie die aktuelle Bestenliste sehen. Diese soll euch jedoch nicht frustrieren, sondern herausfordern und motivieren. Wie weit nach oben könnt ihr kommen und ist es möglich mir die Krone auf diesem Segment abzunehmen? In einem kleinen Video habe ich euch alle Details zusammengefasst. Ebenfalls könnt ihr die Strecke aussschnittsweise sehen. Ich bin gespannt auf eure Ergebnisse und würde mich über viele Laufbegeisterte freuen.

In diesem Sinne wünsche ich euch schöne Weihnachten. Bleibt gesund und lasst eure Laufschuhe an den Feiertagen nicht allein. 😉

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Die „Ruhe“ vor dem Sturm

Warum umständlich, wenn es einfacher besser geht? – Getreu dem Motto wählte ich mein Herbsttrainingslager in Oberhof. Zusammen mit Sebastian Keiner ging es in die Wintersportregion im Thüringer Wald. Vor der Haustür bieten sich hier sehr gute Trainingsbedingungen mit einem (wenn auch kleinen) Höheneffekt auf 800m NN. „Die „Ruhe“ vor dem Sturm“ weiterlesen

Das verdrängte Rendevous (Berlin City Night)

Eigentlich wollte ich nur zum Praktikum nach Berlin. In meiner bald beginnenden Saisonpause habe ich mich für eine Famulatur in der Sportmedizin an der Charité entschieden. Der Alltag von der anderen Perspektive – eine komische Selbstbegegnung? Diese Frage soll heute nicht geklärt werden. Ein solch exklusiver Einblicke in meine supranasalen Problemzonen kann ich auch keinem antun. „Das verdrängte Rendevous (Berlin City Night)“ weiterlesen

Man kann auch eine Wissenschaft draus machen

Abstact: Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf. Die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften in Erfurt liegen schon in der Vergangenheit mit allen Emotionen und Gedanken. Die nächste Station der Saison führte ins belgische Heusden. Im „circel of the devil“ ging es über die 5000m rund. Mit der Zielstellung einer neuen PB startete ich meinen zweiten Wettkampf über diese Distanz 2017. Trotz nicht optimaler Bedingungen konnte ich mich im C-Lauf gut steigern und lief in 13:49,71min über die Ziellinie. Nach aktuellen Richtlinien des DLV nicht normwertig, aber persönlich zufriedenstellend. „Man kann auch eine Wissenschaft draus machen“ weiterlesen

Saisonauftakt Hindernis

Heimspiel im Paradies. So lautete nicht der gestrige Zeitungsartikel über den Carl Zeiss Jena, sondern mein Motto für das vergangene Wochenende. Am Samstag den 27.05.2017 fand in Jena das 21. nationale Sparkassenmeeting statt, bei dem es erstmals ein 3000m Hindernisrennen gab. Fast alle Konkurrenten aus der Bundesrepublik kamen daher nach Jena, um hier ihre erste Visitenkarte auf ihrer Paradestrecke abzugeben. „Saisonauftakt Hindernis“ weiterlesen

Phantastische Läuferwesen und behavioristische Modelle

Die sechs Läuferwesen haben sich an die leichte Höhenluft angepasst (siehe Teil 1). In diesem zweiten Teil geht es um ihr Verhalten. Was tun sie? Wozu tun sie das? Wie wirkt sich ihr Training auf das Verhalten aus? Was bewirkt die Testosteronerhöhung nach dem Training? Viele Fragen, die nach Antworten hinter den Kulissen suchen.

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Suche nach Körperspannung

Als Verhalten werden Handlungen bezeichnet, die nach außen sichtbar sind. Zeitlich ist Verhalten nicht beständig, was heißt, dass man es durch gezielte äußere Einflüsse „manipulieren“ kann. Der zweite Belastungsblock steht bei den Läuferwesen auf dem Trainingsplan. Leise klopft die erste Trainingseinheit am Morgen an die Tür. Sie sind müde und geschafft von der letzten Woche und den gesammelten Kilometern. Selbst die GPS-Uhr hat kaum noch Akku. Am Frühstückstisch großes Schweigen und nur ein Einvernehmen: Um 10 Uhr ist Start! Die schlaffen Körper schaffen die ersten Kilometer. Krafttraining auf dem Hantelplateau. Muskuläre Aktivierung vor dem schnellen Laufen. Nur gut, dass sich dabei Testosteron bildet und die Instinkte unserer Läufer weckt. In den schlappen Läuferkörpern wird der Run-Modus aktiviert. Die Körperspannung und der Hautwiderstand nehmen zu. Ob Testosteron das Sprachzentrum auf „ironisch-sarkastisch“ umschaltet? Spaß und Motivation sind jedenfalls äußerlich dominant wahrnehmbar.

Nächste Station: Hürdenwald. Laufen können schließlich viele, aber elegant und effektiv die Hindernisse überlaufen muss gelernt werden. Technik, Routine und Lockerheit sind beim überqueren die Schlagwörter. Wie auch in der freien Wildbahn, zeigen sich hier individuelle Unterschiede. Beweglichkeit wird jedem Läufer vermutlich mehr oder weniger in die Wiege gelegt. Was er koordinativ daraus macht und sich noch zusätzlich erarbeitet, wird im Hürdenwald sichtbar. Die Hindernisläufer wissen jedoch alle, dass Technik nicht das A und O ist. Bei 3000 m kommt es auf die Effektivität und die Kraftersparnis an.

Gestern Hürdenwald – heute Rasenbahn? Sie werden öfter gesichtet und ackern auf dem Grastrack. Klingt nach Natur pur für die deutschen Läuferwesen. Im wahrsten Sinn des Wortes grasen die sechs Läufer alles ab und ackern zielorientiert. Ein Läuferwesen muss die eigenen Triebe zurückstellen können. Die Tempoentwicklung mit seriöser Laktatbildung gewährt eine Leistungsentfaltung auf dem Hochplateau. Wie auf einem Teppich soll sich der Grastrack anfühlen. Unter guten Witterungsbedingungen in praller Sonne enttarnen sie ihre blassen Oberkörper und drehen unauffällig gekonnt ihre Runden. Der Rasen ist kurz, schont beim Laufen die Gelenke, aber ist kraftraubender als Tartan. Im Trainingsprozess also ein weiteres Mittel, um an die Grenzen zu kommen. Die Konzentration und Entschlossenheit auf ein gutes Trainingsprogramm ist ihnen ins Gesicht geschrieben. Es wird berichtet, dass manche von ihnen auf dem Rasenteppich in den frequenten Elchmodus gekehrt sind (das erste Video auf Youtube unter den Stichwörter „Elch“ und „Geräusche“ gibt einen kleinen Gedankenanstoß).

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Phantastische Läuferwesen on track

Wie wirkt sich so ein Belastungsblock aus? Im direkten Anschluss an die Belastung kehren die Läuferwesen in sich. Trotz Testosteronbildung lässt das Runners-High noch auf sich warten. Sie konzentrieren sich auf die Regeneration. Kältebecken und Physio sind essentiell für die muskuläre Superkompensation. Als Espressonisten ziehen sie vor dem zweiten Training in die Stadt. Erst hier kommt die überschwängliche gute Laune aus ihnen heraus. Brauch es also einen Koffein-boost? Vermutlich nicht immer. Unsere Läuferwesen müssen vermutlich erstmal realisieren, was sie wieder geschafft haben. Mit diesem think positiv im Hinterkopf, können sie sich nach der geschafften Belastung ein paar Tage zurücklehnen. Phantastisch oder?

Stay tuned – es geht bald weiter. 😀

Phantastische Läuferwesen und wo sie zu finden sind

Ich möchte euch auf eine spannende, witzige, düstere, atemraubende und harte Reise mitnehmen. Diese beginnt in der untergehenden Abendsonne in der hessischen Finanzmetropole. Angereist per Bahn versammeln sie sich mit großen Koffern und gefährlicher Ladung. Schuhe mit spitzen Dornen, hautenge Shirts, hochdosierte Proteine und messerscharfer Verstand wollen die Sicherheitskontrolle bestehen. „Phantastische Läuferwesen und wo sie zu finden sind“ weiterlesen

Sonnenbank oder Tablette? – Das ABC des Vitamin D

Das Wichtigste zuerst:

  • die Vitamin D Synthese in der Haut ist von der UVB-Strahlung der Sonne abhängig
  • Vitamin D ist wichtig für den Calcium- und Phosphatstoffwechsel
  • Vitamin D kann das Immunsystem ankurbeln und regulieren
  • im Winter empfiehlt sich eine Substitution (bis zu 4000 I.E. täglich)

Alle Details gibt es in folgendem Artikel… „Sonnenbank oder Tablette? – Das ABC des Vitamin D“ weiterlesen